Selbstvermarktung für Musiker – welche PR-Maßnahmen greifen?

Du bist ein hervorragend ausgebildeter, leidenschaftlicher Musiker, aber Du weißt nicht so genau, wie Du Dich darstellen kannst? Diese Thematik beschäftigt viele Bühnenkünstler, und das nicht nur zu Beginn ihrer Karriere. In Zeiten von gekürzten Kulturhaushalten und Musikergehältern auf Mindestlohnnivau ist Eigen-PR wichtiger denn je für Solisten wie Ensembles, um Engagements zu erhalten und eine Basis für die Verhandlung von Gagen zu schaffen. Das ist zeitraubend, aber notwendig. Auch wenn die Öffentlichkeitsarbeit für sich selbst viel Zeit und Mühe kostet, ist sie eine sinnvolle und unabdingbare Investition. Denn wer mehr Kontakte hat, erhält bessere Angebote und kann seine musikalischen Projekte zielgerichteter steuern.

Doch wie setzt man sich ins rechte Licht? EncorePlus gibt Tipps, welche Maßnahmen man verfolgen kann:

  •  Was ist Dein Profil? Das gilt es zu schärfen. Mit welcher Art von Auftritt oder Musik hebst Du Dich von anderen ab? Selbst wenn Du prozentual am meisten von ganz „normaler klassischer Musik“ lebst, dann stelle das Besondere Deiner Konzerte in  den Vordergrund. Vielleicht macht Dir das Ausgefallene sogar viel Spaß und Du kannst Diese Art der Auftritte ausbauen? Such Dir andere Künstler, die eine ausgefallene Idee haben, entwickle ein Konzept und setz das gemeinsam um!
  • Deine Website ist Deine Visitenkarte. Hier kannst Du Deine Musik erklingen lassen und Dich genau so präsentieren, wie Du möchtest. Arbeite mit einem Designer zusammen, der Dich berät, wie Dein Profil am besten grafisch umgesetzt werden kann. Dein Webauftritt sollte professionell aussehen, denn Du willst Dich als Profi darstellen und Geld verdienen wie ein Profi. Damit Deine Website auch gefunden wird, halte sie immer aktuell mit den Terminen Deiner Konzerte, den Infos über neue Einspielungen und aktuellen Fotos von Dir.
  • Nutze die sozialen Medien. Bei rund 30 Millionen Nutzern allein in Deutschland und monatlich über 2 Milliarden weltweit sind bei Facebook garantiert auch welche dabei, die sich für Dich interessieren. Eine Seite für Dich oder Dein Ensemble zu unterhalten,  muss nicht allzu kostenintensiv sein und kann Deine Konzertbesucher sehr persönlich ansprechen. Du kannst das, was Du auf Deiner Internetseite an Arbeit investiert hast, auf Deinen Social-Media-Profilen nochmal verwerten.
  • Bei allem, was Du veröffentlichst, fahre eine klare Linie. Dein Gesamtauftritt sollte ein Corporate Design haben, so dass man Dich als musikalische Marke jederzeit wiedererkennt. Wenn Deine Website und Deine Social-Media-Auftritte in unterschiedlichen Formen und Farben glitzern, prägt sich das keiner in Zusammenhang mit Deinem Namen ein. Du bist eine Marke, und die muss Dein Publikum in den Kopf bekommen.
  • Die Medien sind Dein Partner. Deshalb solltest Du ihnen die Arbeit erleichtern, wenn Du mit ihnen sprichst. Investiere in gute Fotos, die die Medien abdrucken können. Am besten suchst Du Dir einen PR-Fotografen, der Erfahrung damit hat, welche Art von Bildern in Zeitungen und online gefragt sind. Auch wenn Dir Schwarz-Weiß besser gefällt, für die Medien brauchst Du Farbfotos. Verfasse Texte über Dich, die alle wichtigen Informationen über Deine Konzerte enthalten. Dazu gehören alle Infos zu Konzertorten, Zeiten, Eintrittskarten und Werken. Und wenn Du eine nette Anekdote zu Deiner Probenarbeit oder Deinem Instrument zu erzählen hast, erzähl sie! Wenn Du Dir nicht zutraust, über Dich selbst zu schreiben, dann such Dir jemanden, der das für Dich tut. Wenn Du gut formulierte Basistexte über Dich zur Verfügung hast, kannst Du sie jederzeit mit aktuellen News Deinen Ansprechpartnern in den Redaktionen Deiner Konzertorte aushändigen.