Selbstzweifel auf dem Weg in die Bühnenwelt

Letzter Teil unserer SERIE ZU SELBSTZWEIFELN BEI KÜNSTLERN: Mit unseren Beiträgen wollen wir Euch helfen, das bekannte und Künstlern ureigene Problem einmal von außen zu betrachten und etwas Positives draus zu machen.  Der dritte Teil unserer Blogserie behandelt den Prozess des Schaffens – den Weg als Ziel.

encorePlus Selbstzweifel Ziel

Künstler und Selbstzweifel, Teil 3:
Der Weg ist das Ziel!

Der große Entertainer Frank Sinatra resümiert: „I did it my way,“ und unzählige Künstler covern seinen Song. Wer Musik oder Theater macht und das am Ende seines Lebens sagen kann, hat vom künstlerischen Standpunkt aus einiges richtig gemacht. Nicht der Endpunkt steht im Fokus, sondern der Prozess und das Überwinden der Schwierigkeiten. Künstlerisches Schaffen ist in der Regel geprägt vom Suchen nach der eigenen Ausdrucksform. Also nicht resignieren, wenn die Selbstzweifel mal wieder an Dir nagen. Ein paar Tipps helfen Dir möglicheriweise beim positiven Denken:

• Erlaube Dir selbst und anderen, Dich als Künstler zu bezeichnen!

Du findest, das was Du machst, ist noch nicht durchdacht genug? Es hat noch nicht genug Tiefe, Ausdruck, Perfektion? Aber Du tust es doch vor Publikum und bekommst Applaus dafür. Das bedeutet, dass Du diese Menschen bereits zum Genießen, Lachen, Nachdenken Schwelgen oder vielleicht Weinen gebracht hast. Du hast ihr Leben durch eine Dir ganz eigene Ausdrucksform beeinflusst, und das macht Dich zum Künstler.

• Lass Dich nicht von anderen runterziehen!

Deine Eltern verstehen nicht, was Du tust oder kritisieren Dich sogar? Tröste Dich, das geht auch anderen so mit ihren Eltern. Oder könntest Du jemandem erklären, was ein Due Dilligence Manager macht? Natürlich ist es schmerzhaft, wenn die eigene Familie einen nicht so recht unterstützt. Aber ganz gewiss kannst Du sie stolz machen, wenn Du ihnen demnächst mal Deine gute Presse zeigst. Je bekannter Du wirst, desto mehr Kritiker rufst Du auf den Plan. Und leider gibt es Menschen, die sich auf digitalem Weg schnell zu verletzenden Aussagen hinreißen lassen und Dir möglicherweise in sozialen Netzwerken fiese Dinge schreiben. Lass Dich von ihnen nicht beirren und fordere sie höflich auf, Dir ihre Aussage bei Deinem nächsten Konzert nochmal persönlich zu erörtern.

• Mach es einfach, auch wenn Du Dich noch nicht bereit fühlst!

Wenn Du denkst, Du bist noch nicht gut oder reif genug für den großen Abend, lass Dich nicht beirren. Irgendwann muss Du anfangen. Du wirst nie fertig sein, ein Programm vorzubereiten. Nach jedem Auftritt wirst Du etwas ändern wollen, weil Du merkst, dass das Publikum Dinge gar nicht mag, die Du besonders gelungen findest. Oder andersherum begeistert ist von Elementen, denen Du gar nicht viel Bedeutung beigemessen hast. Was genau die Leute an Deinem Auftritt mögen, findest Du aber nur heraus, wenn Du es wagst. Dein Ziel braucht dabei nicht das perfekte Programm zu sein, sondern Dein Respekt vor dem Publikum.

• Denke positv und stehe zu Deinen Fehlern.

Hildegard Knef hat einmal gesagt: „Wer sich mit der Kunst verheiratet, bekommt die Kritik zur Schwiegermutter.“ Als Künstler stehst Du viel mehr als die meisten anderen Menschen mit Deinem Tun im Blickfeld anderer. Damit wirst Du lernen umzugehen. Berechtigte Kritik bringt Dich weiter, weil sie Dich zum Nachdenken über Dein Schaffen anregen kann. Begrüße sie also erst einmal als Deine Freundin und überlege, was auch aus Deiner Perspektive verbesserungsfähig ist.

 

MEHR DAZU

Künstler und Selbstzweifel, Teil 1:
Vergleiche Dich nicht mit anderen, sondern lerne von ihnen!
Künstler und Selbstzweifel, Teil 2:
Perfektionismus adé!

 

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